Geschäftsanbahnungsreise Polen: Kreislaufwirtschaft

Saxony Trade & Invest

In Polen steht die Kreislaufwirtschaft vor einem entscheidenden Transformationsschritt, getrieben durch den hohen Anpassungsdruck an EU-Vorgaben und massive Investitionen in die Infrastruktur. Für sächsische Unternehmen bieten sich auf dieser Basis vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

Flagge Polen (Quelle: pixabay)
Source Quelle: pixabay
Location
Oberschlesien, Oppeln, Niederschlesien
Event date
November 2026
Deadline
31.03.2026
Sectors
Kreislaufwirtschaft
Country/Region
Polen
Organizer
Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS)
Price
Der Teilnahmebeitrag beträgt 300,00 EUR zzgl. gesetzlicher USt. pro Person und umfasst die Organisationskosten, den Bustransfer sowie die im Programm genannten Mahlzeiten. Die Kosten für Übernachtungen, weitere nicht im Programm enthaltene Mahlzeiten sowie die individuelle An- und Abreise tragen die Teilnehmenden selbst.

Information and objective

Polen zählt zu den dynamischsten Volkswirtschaften der EU und hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Wirtschafts- und Handelspartner Sachsens entwickelt. Laut Germany Trade & Invest wird für 2026 erneut ein Wachstum von über drei Prozent erwartet. Treiber sind vor allem der private Konsum, eine diversifizierte industrielle Basis sowie umfangreiche öffentliche und europäische Förderprogramme.

Gemäß dem Bericht des Obersten Rechnungshofs Polens (Najwyższa Izba Kontroli) vom Juni 2025 verlief die bisherige Umsetzung der Kreislaufwirtschaft in Polen wenig erfolgreich. Der Zirkularitätsindex verschlechterte sich zwischen 2018 und 2023. Der Anteil der in Polen zirkulär genutzten Materialien sank von 10,5% im Jahr 2018 (Platz 10 in der EU) auf 7,5% im Jahr 2023 (Platz 16 in der EU). Polen erreichte 2020 eine Recyclingquote von 41% für Papier, Metalle, Kunststoffe und Glas, gefordert waren jedoch 50%. Nach einer neuen Berechnungsmethode lag die Quote 2021 bei 26% und 2022 bei 27%. Die EU verlangt bis 2025 mindestens 55% und eine Reduzierung der Deponierung auf maximal 30% (2025–2029), 20% (2030–2034) und 10% ab 2035.

Verzögerungen bei der Umsetzung von EU-Recht behinderten die Transformation zur Kreislaufwirtschaft. Die Maßnahmen der Regierung und der Gemeinden erfordern bessere Koordination, Evaluation und eine stärkere Verknüpfung. Die meisten Aktivitäten konzentrieren sich auf die Abfallwirtschaft, wobei Recycling und Wiederverwendung noch nicht ausreichend gefördert werden. Der Anteil recycelter Materialien in der polnischen Wirtschaft sank deutlich, während der EU-Durchschnitt leicht stieg. Die Effizienz der Materialnutzung in Polen blieb hinter dem EU-Durchschnitt zurück, und weitere Anstrengungen sind nötig, um die Ziele der Kreislaufwirtschaft zu erreichen.

Contact

Kurzynoga, Anna
Source Baldauf & Baldauf Fotografie

Anna Kurzynoga

Außenwirtschaft & Messen

+49-351-2138 130

Express interest

In Polen steht die Kreislaufwirtschaft vor einem entscheidenden Transformationsschritt, getrieben durch den hohen Anpassungsdruck an EU-Vorgaben und massive Investitionen in die Infrastruktur. Für sächsische Unternehmen bieten sich auf dieser Basis vielfältige Kooperationsmöglichkeiten.

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