BioOst 2026: Innovative und regionale Bio-Trends im Fokus

Die neuesten Produkte und Dienstleistungen für den Bio-Fach- / Einzelhandel sowie die Gastronomie stehen im Fokus der BioOst, die am 11. / 12. April in Leipzig stattfindet. Am Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) präsentieren sich 16 Aussteller mit ihren Erzeugnissen.

Erstmals wird die Messe zweitägig sein und ihre Türen auch für Verbraucher öffnen.

Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch: "Sachsens Land- und Ernährungswirtschaft ist vielfältig aufgestellt und produziert Lebensmittel von höchster Qualität. Ein zunehmend wichtiger Baustein ist das Angebot an Bio-Erzeugnissen. Die sächsischen Öko-Erzeugerbetriebe haben sich auf das anhaltende Wachstum des Bio-Markts eingestellt und gleichzeitig die Wertschöpfung im eigenen Unternehmen durch mehr hofnahe Verarbeitung erhöht. So gehen Produktivität, Qualität und Ökologie zusammen – mit positiven Auswirkungen auf Flora, Fauna und die Gewässergüte im Freistaat. Ich freue mich, dass auf dem diesjährigen sächsischen Gemeinschaftsstand die Unternehmen ihr breites Angebot und ihre Innovationskraft zeigen können.«

“Fach-Einkäufer und Verbraucher für Bio-Produkte und -Erzeugnisse zu begeistern, aber auch die Aspekte Resilienz, Nachhaltigkeit und Ernährungssicherheit in den Fokus zu rücken, dafür bietet die Messe einmal mehr das ideale Umfeld. Ein wachsender Bio-Lebensmittelmarkt zeigt, dass das Potenzial nach wie vor groß ist, um sich weitere Märkte zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen für die bio und regional zentrale Kaufkriterien sind. In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die Öffnung der Messe für Verbraucher, bietet sie doch den Ausstellern die Möglichkeit, direkt mit den Kunden in Kontakt zu kommen und persönliches Feedback zu ihren Produkten und Dienstleistungen einzuholen”, erklärt WFS-Geschäftsführer Thomas Horn.

“Wir sind dieses Jahr zum ersten Mal beim Gemeinschaftsstand Sachsen mit dabei. Wir erhoffen uns, das wir auf einer großen Gemeinschaftsfläche besser wahrgenommen werden, als wenn wir irgendwo alleine stünden. Da sich die BioOst dieses Jahr zum ersten Mal auch für Endverbraucher und Nicht-Fachbesucher öffnet, wird es sehr viel mehr Erklärungsbedarf geben, als wenn man in der Branche unter sich ist. Da kann es nicht schaden, einen guten Nachbarn an der Seite und das sächsische Ministerium im Rücken zu haben. Zumal sich das ganze Anmeldeverfahren über das Ministerium und die WFS als völlig unkompliziert und extrem freundlich herausgestellt hat”, sagt Sella Mevert von der Gut Krauscha GmbH.

Aussteller am sächsischen Gemeinschaftsstand auf der BioOst

  • Aronia Original Naturprodukte GmbH aus Dresden,
  • Biohof Hausmann aus Rochlitz,
  • Elb-Ferment UG aus Dresden,
  • Firma edelsauer, Inh. Andreas Vogel, aus Leipzig,
  • Gewissensbisse, Inh. Frederike Eisenkolb, aus Lengenfeld,
  • Gut Krauscha GmbH aus Klein Krauscha,
  • Hofkäserei Schönborn aus Schönborn,
  • Hülsenreich GmbH aus Leipzig,
  • Landgut Nemt GmbH aus Wurzen,
  • Landwirtschaftsbetrieb Matthias Schneider aus Arzberg / Pülswerda,
  • Maik Reinhardt Kaffeemaschinen aus Burgstädt,
  • natur-reich-inform, Inh. Anna-Theresia Schmidt, aus Klipphausen,
  • OrganicDeli GmbH aus Leipzig,
  • PassionBio Naturprodukte GmbH aus Klipphausen
  • Rosenberg Delikatessen aus Leipzig,
  • Stadtgut Görlitz GmbH.

Die WFS organisiert die sächsische Gemeinschaftsbeteiligung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL).

Ökologischer Landbau in Sachsen

Der ökologische Landbau in Sachsen ist weiter auf Wachstumskurs. Im Jahr 2025 nahm die Öko-Fläche im Freistaat um 2.873 Hektar im Vergleich zum Vorjahr zu. Auf über 92.000 Hektar wurde ökologisch gewirtschaftet, das entspricht einem Anteil von 10,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Sachsen. Auch die Anzahl der Bio-Erzeugerbetriebe ist 2025 auf nun 936 angestiegen. Dabei verarbeiten immer mehr von ihnen hofeigene Erzeugnisse in ihren Betrieben. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 134 Bio-Betriebe mit Hofverarbeitung, das sind gut 10 Prozent mehr als 2024.

Ein Rekordwert ist beim ökologischen Anbau von Gemüse zu verzeichnen. Hier stieg die Fläche in Sachsen innerhalb eines Jahres um 40 Prozent auf 828 Hektar. Zum Vergleich: bundesweit werden knapp 16 Prozent der gesamten Gemüsefläche ökologisch bewirtschaftet. Einen bedeutenden Anteil an der sächsischen Gemüseproduktion insgesamt hat der Anbau von Gemüseerbsen. Mit 53 Prozent der bundesdeutschen Erbsenfläche ist Sachsen sogar der größte Produzent in Deutschland. Der positive Trend im Ökolandbau setzt sich auch hier fort: 30 Prozent der knapp 2.700 Hektar sächsischer Erbsenfläche werden inzwischen ökologisch bewirtschaftet.

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Jens Diener

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