Universität Leipzig eröffnet Venture Lab zum Forschungstransfer mit erster Förderrunde

Mit dem neuen Venture Lab im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) schafft die Universität Leipzig einen offenen Innovationsraum für den frühen Forschungstransfer. Zur Eröffnung startet zugleich die erste Förderrunde.

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Studierende, Promovierende und Postdoktoranden aus den experimentellen Natur- und Lebenswissenschaften sowie der Biomedizin können sich ab sofort mit innovativen Forschungsideen bewerben. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse frühzeitig in Anwendungen, Technologien und perspektivisch auch Ausgründungen zu überführen.

Zum Juli startet mit dem Venture Lab am BBZ ein Labor der besonderen Art: Als offener Innovations- und Transferraum verbindet es Wissenschaft und Unternehmertum. Ziel ist es, vielversprechende Forschungsideen frühzeitig auf ihr Anwendungspotenzial zu prüfen, Prototypen zu entwickeln und neue Lösungsansätze für Herausforderungen in Medizin, Biotechnologie und den Lebenswissenschaften zu schaffen.

Dabei sind spontane Geistesblitze ebenso willkommen wie Ansätze aus laufenden Forschungsprojekten. „Wir möchten eine Umgebung schaffen, in der wissenschaftliche Ideen unmittelbar getestet werden können. Der Transfer beginnt nicht erst mit einer Ausgründung oder einem Patent, sondern bereits dann, wenn Forschung konsequent auf ihre Anwendungsmöglichkeiten hin gedacht und experimentell validiert wird“, erklärt Prof. Dr. Matthias Meier, Direktor am BBZ und Initiator des Venture Labs. „Wissenschaftler können hier ohne bürokratischen Aufwand Ideen erproben, Prototypen entwickeln und gemeinsam mit Experten aus unterschiedlichen Disziplinen neue Lösungswege erschließen – unabhängig vom Reifegrad ihrer Forschung.“

Das Venture Lab ist ein Experimentierraum für den frühen Forschungstransfer. Es ermöglicht Forschenden, technische Machbarkeit, wissenschaftliche Validierung und potenzielle Anwendungsfelder parallel zu entwickeln. So werden Forschungsergebnisse schneller in Technologien, Verfahren oder Gründungsvorhaben überführt.

Die Teams erhalten Zugang zu Laborinfrastruktur, Materialien und Geräten sowie fachliches Mentoring und Coaching durch erfahrene Wissenschaftler, Unternehmer und Gründer. Zudem ist das Venture Lab eingebettet in Translationsnetzwerke aus verschiedenen universitären Einrichtungen, wie zum Beispiel dem Forschungs- und Transferzentrum für bioaktive Materie b-ACTmatter.

Prof. Dr. Jens-Karl Eilers, Prorektor für Exzellenzentwicklung in Forschung und Transfer, betont: „Das Venture Lab ergänzt die Transferstrategie der Universität Leipzig in idealer Weise. Exzellente Forschung entfaltet ihren gesellschaftlichen Nutzen erst dann vollständig, wenn Erkenntnisse den Weg aus dem Labor in die Anwendung finden. Dafür braucht es Räume, in denen Forschende frühzeitig experimentieren, Risiken eingehen und Ideen außerhalb klassischer Projektstrukturen weiterentwickeln können.“

Jetzt bewerben!

Ausgewählte Projekte erhalten über einen Zeitraum von sechs Monaten eine Mikrofinanzierung in Höhe von 3.000 bis 5.000 Euro. Diese ist ausschließlich für Verbrauchsmaterialien bestimmt (z. B. Reagenzien, Materialien und Laborbedarf sowie Gebühren für die Nutzung von Core Units). 

Interessierte Wissenschaftler können ab sofort einen formlosen Förderantrag im Umfang einer A4 Seite stellen. Im Antrag sollte die Projektidee mit der Problemstellung, der Kernhypothese, der Validierungsansatz, das erwartete Forschungsziel sowie eine grobe Kostenschätzung für den Förderzeitraum kurz beschrieben werden.

Ihre Bewerbungen können Sie bis zum 31. August 2026 an kontakt(at)bbz.uni-leipzig.de senden. Die Beurteilung findet Anfang September statt und die ausgewählten Projekte werden Ende September bekanntgegeben.