Dresden: Grundstein für Neubau des Berufsschulzentrums für Elektrotechnik gelegt
Dresden baut in Prohlis ein neues Berufsschulzentrum für Elektrotechnik. Der Campus soll rund 2.250 Schüler aufnehmen. Die Gesamtkosten des Schulbauvorhabens belaufen sich auf rund 102 Millionen Euro.
Über 100 Lehrer werden Fachkräfte in Mechatronik, Mikrotechnologie, Elektrotechnik und Informatik ausbilden – insbesondere für die sächsische Mikroelektronik- und Halbleiterindustrie.
Gebaut werden ein modernes, barrierefreies Schulgebäude, eine Vier-Feld-Sporthalle sowie Sport- und Freiflächen. Die Räume sollen gemeinschaftlich und kulturell im Stadtteil genutzt werden können. Nachhaltigkeit ist ein zentraler Bestandteil des Bauprojektes. Die Gebäude entstehen in Holzhybridbauweise. Aufbereitetes Abbruchmaterial wird vor Ort wiederverwendet, um Transporte und den Bedarf an neuen Baustoffen zu verringern.
Für die Finanzierung werden Fördermittel aus dem EFRE- / JTF-Programm der Europäischen Union zur Verfügung gestellt. Es sind 77,5 Millionen Euro bewilligt.
Das BSZ ET bietet die klassische Berufsausbildung als dualer Partner für Industrie und Handwerk. Ein bestehender Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb ist Voraussetzung. Ausgebildet werden IT-Berufe wie Fachinformatiker, IT-Systemelektroniker, Mechatroniker, Mikrotechnologen (Schlüsselberuf für Sachsens Halbleiterindustrie) sowie Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Betriebstechnik, Geräte und Systeme, Industrieelektriker und Elektroanlagenmonteure. Im Rahmen des Beruflichen Gymnasiums gibt es in drei Jahren die Allgemeine Hochschulreife (Abitur) mit technischem Fokus. Ein sächsisches Erfolgsmodell ist die duale Ausbildung. In 4 bis 4,5 Jahren erwerben Auszubildende gleichzeitig das Abitur und einen vollwertigen Berufsabschluss. Am BSZ ET ist dies in den Richtungen Mechatronik, Fachinformatik und IT-Systemelektronik möglich.