Treffen zum Ausbau der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit Sachsen-Tschechien
Im Rahmen des Interreg-Projekts „Glokalisierung - global denken, lokal handeln“ trafen sich am 14. April ca. 140 Vertreter aus Unternehmen und Institutionen aus Tschechien und Deutschland in Marienbad zu einem Networking-Treffen.
Im Fokus standen die Themen grenzüberschreitende Zusammenarbeit, das Knüpfen neuer Kontakte sowie die Vorstellung der Plattform „Saxon-Czech PartnerNet“. Die Plattform, die seit 1. Juli letzten Jahres online ist, ist quasi das „Herzstück“ des Interreg-Projekts „Glokalisierung – global denken, lokal handeln“. Sie soll die Anbahnung von Geschäftskontakten zwischen Partnern aus Sachsen und Tschechien erleichtern, indem ab sofort Firmenangaben, Produkte und Veranstaltungen in beiden Sprachen an einem Ort zusammengefasst sind. Die Plattform wurde zudem darauf ausgerichtet, Multiplikatoren wie Kammern, Verbänden und Branchennetzwerken die tägliche Arbeit zu erleichtern, indem sie vielfältige Auskünfte und Daten zu Unternehmen im Fördergebiet gebündelt zur Verfügung stellt. Im Rahmen der Gespräche wurde deutlich, dass die Plattform ein gutes Instrument ist, um Partnerschaften und Wirtschaftskooperationen aufzubauen und grenzüberschreitende Initiativen zu unterstützen.
Die Veranstaltung in Marienbad war die Abschlussveranstaltung des Interreg-Projekts, das noch bis Ende Juni 2026 läuft. Das von der EU geförderte Projekt wurde federführend von der WFS gemeinsam mit der AHK Services s.r.o. (Tochtergesellschaft der Deutsch-Tschechischen Industrie- und Handelskammer – AHK Tschechien) umgesetzt. Weitere assoziierte Partner waren die IHK Dresden, die IHK Chemnitz, die Wirtschaftskammer Karlsbad und MAS Český sever (Aktionsgruppe Nordböhmen).
Neues Projekt “Saxon-Czech Innospace”
Die Förderung der Grenzregion wird fortgesetzt. Am 25. Und 26. März hat der Begleitausschuss des Programms Interreg Sachsen – Tschechien 2021–2027 in Ústí nad Labem die Förderung von 14 neuen grenzüberschreitenden Projekten beschlossen. Dafür stehen rund 12,91 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Die Vorhaben in der sächsisch-tschechischen Grenzregion decken ein breites thematisches Spektrum ab. Sie reichen von Fachkräftesicherung und Innovation über Forschung und Klimaschutz bis hin zu grenzüberschreitender Vernetzung von Unternehmen und Institutionen.
Die WFS wird das Projekt »Saxon-Czech Innospace« gemeinsam mit dem Landesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Sachsen, der AHK Services s.r.o. und der Plattform Kreativni.uk umsetzen. Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Innovationsökosystems für kleine und mittlere Unternehmen in der sächsisch-tschechischen Grenzregion. Im Mittelpunkt stehen Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft, die Impulse für Innovationen in anderen Branchen geben können. In gemeinsamen Innovationswerkstätten sollen Unternehmen aus beiden Ländern neue Produkte und Dienstleistungen entwickeln und erproben. Hinzu kommen Austausch- und Beratungsformate, Online-Lernangebote und eine digitale Wissensplattform. Diese soll Kooperationen erleichtern und den Zugang zu Marktinformationen verbessern. Für das Projekt sind rund 892.000 Euro aus EU-Mitteln vorgesehen.